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Vegan nachgebaut · Mansaf (jordanisch, Lamm mit Jameedsauce, Reis und Shrakbrot)

Veganes Mansaf mit gereifter Sojasauce nach Jameed-Art, Austernpilzen und gerösteten Nüssen

Eine pflanzliche Annäherung an Mansaf mit traditionellem Plattenaufbau. Ein zurückhaltend gewürzter Steinpilz-Kardamom-Sud ersetzt die Lammbrühe. Sojamedaillons und angebratene Austernpilze übernehmen das Lamm. Abgetropfte fermentierte Sojazubereitung mit Cashewmus, hellem Miso und Zitrone bildet die salzig-säuerliche Sauce nach Jameed-Art. Darunter liegen körniger Brühereis und dünnes Shrakbrot, obenauf in veganer Butter geröstete Mandeln und Pinienkerne. Alle Entscheidungen sind eigene kulinarische Ableitung ohne Recherchebelege.

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  • ⏱ 5 h 10 min gesamt
  • 🔪 55 min aktiv
  • 📊 mittel
  • 🍽 2 Personen
Veganes Mansaf auf einer großen Servierplatte: Dünnes Shrakbrot liegt unter lockerem Basmatireis mit Sojamedaillons und gebräunten Austernpilzen. Darüber sind eine cremig-helle Sauce, geröstete Mandelstifte und Pinienkerne verteilt. Daneben steht eine Sauciere mit weiterer Sauce.
Das Foto wird gerade angerichtet. Das dauert noch etwa zwei Minuten – das Rezept kannst du schon lesen.Serviervorschlag, von einer KI gestaltet.
Kochmodus starten

Zutaten

2

Für die Sauce nach Jameed-Art

Für den Würzsud

Für die Einlage

Für den Reis

Zum Anrichten

Enthält: gluten, soja, nuesse. Prüfe die Kennzeichnung auf den Packungen selbst.

Zubereitung

  1. Fermentierte Sojazubereitung abtropfen lassen

    Ein feines Sieb mit einem sauberen Passiertuch auslegen und über eine Schüssel hängen. Die 500 g fermentierte Sojazubereitung hineingeben, abdecken und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank abtropfen lassen. Ziel sind etwa 320 bis 350 g dicke Basis. Die abgetropfte Flüssigkeit aufbewahren, sie dient später als Säurereserve.

    • ⏱ 4 h
    • 🔥 niedrige Hitze
    • 🍳 Feines Sieb
    • 🍳 Passiertuch
    • 🍳 Schüssel

    Fertig, wenn: Die Masse ist dick und hält beim Anheben mit dem Löffel kurz die Form, ähnlich wie Labneh.

  2. Zutaten vorbereiten

    Zwiebel schälen und vierteln, Kardamom andrücken. Austernpilze in breite Streifen zupfen. Reis in kaltem Wasser waschen, bis es klar bleibt, und 10 Minuten abtropfen lassen. Zitrone auspressen, Brot teilen. 30 ml kaltes Wasser für die Stärke beiseitestellen. Servierplatte und Sauciere bereitstellen.

    • ⏱ 10 min
    • 🔥 niedrige Hitze
    • 🍳 Schneidebrett
    • 🍳 Messer
    • 🍳 Sieb

    Fertig, wenn: Das Waschwasser des Reises ist klar, alle Komponenten liegen griffbereit.

  3. Zurückhaltenden Würzsud ziehen

    970 ml Wasser mit Zwiebel, Steinpilzen, Kardamom, Piment, Lorbeer und 3 g Salz aufkochen. Zugedeckt bei kleiner Hitze 15 Minuten ziehen lassen, dann durch ein feines Sieb abgießen. Es sollten rund 900 ml Sud bleiben. Den Sud heiß halten.

    • ⏱ 20 min
    • 🔥 mittele Hitze
    • 🍳 Mittlerer Topf
    • 🍳 Feines Sieb

    Fertig, wenn: Der Sud ist hellgolden und riecht nach Pilzen und Kardamom, ohne dass ein Gewürz vorschmeckt.

  4. Sojamedaillons im Sud quellen lassen

    Die Medaillons in eine Schüssel geben, mit 350 ml heißem Sud übergießen und abgedeckt 15 Minuten quellen lassen, oder nach Packungsangabe. Abgießen, die ablaufende Flüssigkeit auffangen und die Medaillons sanft ausdrücken, bis sie nicht mehr tropfen. Vom restlichen Sud 240 ml für den Reis, 250 ml für die Sauce und 80 ml zum Schmoren abmessen. Den Rest samt aufgefangener Flüssigkeit als Reserve aufbewahren.

    • ⏱ 15 min
    • 🔥 niedrige Hitze
    • 🍳 Schüssel
    • 🍳 Sieb
    • 🍳 Messbecher

    Fertig, wenn: Die Medaillons sind durchgehend weich, ohne harten Kern, und federn beim Drücken leicht zurück.

  5. Reis in Sud körnig garen

    10 g vegane Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Den Reis und nach Wunsch die Prise Kurkuma zugeben und 1 Minute wenden, ohne dass etwas bräunt. 240 ml heißen Sud und 1 g Salz zugeben, aufkochen und sofort dicht abdecken. Bei kleinster Hitze 12 Minuten garen, dann vom Herd nehmen und 10 Minuten geschlossen ruhen lassen. Erst danach mit einer Gabel lockern.

    • ⏱ 23 min
    • 🔥 niedrige Hitze
    • 🍳 Kleiner Topf mit Deckel
    • 🍳 Gabel

    Fertig, wenn: Die Flüssigkeit ist aufgesogen, an der Oberfläche zeigen sich kleine Dampflöcher, die Körner sind gar und trennen sich.

  6. Mandeln und Pinienkerne rösten

    15 g vegane Butter in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Mandeln 2 Minuten unter Wenden rösten, dann die Pinienkerne zugeben und 1 bis 2 Minuten weiterrösten. Sofort mitsamt dem Fett auf einen Teller geben, damit nichts nachbräunt.

    • ⏱ 4 min
    • 🔥 mittele Hitze
    • 🍳 Kleine Pfanne
    • 🍳 Teller

    Fertig, wenn: Die Nüsse sind goldgelb und duften nussig, das Fett riecht leicht nach Haselnuss und nicht verbrannt.

  7. Pilze und Medaillons anbraten und kurz schmoren

    15 g vegane Butter in einer breiten Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die Austernpilze in einer Lage 4 Minuten braten, bis die Ränder goldbraun sind. Die Medaillons zugeben und 3 Minuten wenden, bis einzelne Stellen hellgolden sind. Mit 80 ml Sud ablöschen und zugedeckt bei kleiner Hitze 5 Minuten schmoren. Die Hitze nicht zu stark wählen, damit die Medaillons nicht dunkel rösten.

    • ⏱ 12 min
    • 🔥 mittele Hitze
    • 🍳 Breite Pfanne mit Deckel

    Fertig, wenn: Die Pilze sind an den Rändern gebräunt und glänzend, die Medaillons saftig, der Sud ist fast vollständig aufgenommen.

  8. Sauce nach Jameed-Art binden

    Die Stärke mit 30 ml kaltem Wasser glatt rühren. 250 ml Sud aufkochen, die Stärke einrühren und 1 Minute leise kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen. In einer Schüssel die abgetropfte Basis mit Cashewmus und Miso glatt rühren. Zwei Kellen heißen Sud einrühren und alles zurück in den Topf geben. Bei kleiner Hitze unter ständigem Rühren auf etwa 80 °C erwärmen, ohne dass die Sauce kocht. 10 ml Zitronensaft einrühren und abschmecken. Bei Bedarf bis 20 ml Zitronensaft oder etwas aufgefangene Abtropfflüssigkeit aus Schritt 1 ergänzen, erst dann salzen. Ist die Sauce zu dick, schluckweise Reservesud zugeben.

    • ⏱ 8 min
    • 🌡 80 °C
    • 🔥 niedrige Hitze
    • 🍳 Kleiner Topf
    • 🍳 Schneebesen
    • 🍳 Schüssel
    • 🍳 Küchenthermometer

    Fertig, wenn: Die Sauce ist glatt und fließend wie flüssige Sahne und überzieht einen Löffel dünn. Am Rand steigt Dampf auf, es bilden sich aber keine Blasen. Sie schmeckt deutlich salzig-säuerlich.

  9. Einlage in der Sauce ziehen lassen

    Pilze und Medaillons samt Bratflüssigkeit in die Sauce geben. Bei 75 bis 80 °C 5 Minuten unter vorsichtigem Rühren ziehen lassen und nicht kochen. Salz und Säure ein letztes Mal prüfen.

    • ⏱ 5 min
    • 🌡 80 °C
    • 🔥 niedrige Hitze
    • 🍳 Kleiner Topf
    • 🍳 Holzlöffel

    Fertig, wenn: Die Medaillons sind rundum von Sauce überzogen und durchgehend heiß, die Sauce bleibt homogen.

  10. Auf gemeinsamer Platte schichten

    Die Platte mit dem dünnen Brot auslegen und etwa 60 ml Sauce darüberlöffeln, sodass das Brot feucht wird, aber nicht schwimmt. Den Reis locker darauf zu einem flachen Berg häufen. Medaillons und Pilze obenauf verteilen und etwa 150 ml Sauce darüber und stellenweise über den Reis geben. Nüsse samt Röstfett darüberstreuen, nach Wunsch Petersilie. Die restliche Sauce heiß in der Sauciere dazustellen und sofort servieren.

    • ⏱ 5 min
    • 🔥 niedrige Hitze
    • 🍳 Große Servierplatte
    • 🍳 Sauciere
    • 🍳 Schöpflöffel

    Fertig, wenn: Das Brot ist am Rand weich und saftig, der Reis bleibt körnig, die Nüsse knacken beim Darüberstreuen hörbar.

Aus der Küche

Tipps

Am Vorabend starten

Die fermentierte Sojazubereitung am Vorabend zum Abtropfen ansetzen. Dann dauert der Kochtag nur rund eine Stunde.

Säure schrittweise einstellen

Die Säurestärke der Produkte variiert stark. Erst nach dem Probieren Zitrone oder die pflanzliche Abtropfflüssigkeit aus Schritt 1 nachlegen.

Sauce reichlich bemessen

Mansaf lebt von Sauce. Die Menge ist bewusst großzügig, auch die Reserve in der Sauciere wird gegessen.

Was schiefgehen kann

Und was dann hilft

Die Sauce wird körnig oder flockt aus.

Nicht kochen lassen. Die Stärke separat im Sud vorkochen, die Basis temperieren und bei etwa 80 °C ständig rühren.

Die Sauce schmeckt flach oder nur nach der Sojabasis.

Säuerliches, ungesüßtes Produkt wählen, es ausreichend abtropfen lassen und mutig, aber erst am Ende salzen.

Das Miso dominiert.

Bei 10 g bleiben und die Würze über Salz und Säure steigern, nicht über mehr Miso.

Das Brot zerfällt zu Brei.

Nur etwa 60 ml Sauce auf das Brot geben und direkt servieren.

Abwandlungen

Varianten

einfacher

Ohne Abtropfzeit

Statt abzutropfen 350 g dicke, ungesüßte fermentierte Sojazubereitung nach griechischer Art (vegan gekennzeichnet) verwenden. Der Körper wird etwas leichter, die Säure gegebenenfalls mit Zitrone nachjustieren.

festlicher

Größere Platte

Für Gäste alle linearen Mengen hochrechnen und zusätzlich geröstete Mandelhälften sowie mehr Petersilie für ein volleres Plattenbild verwenden.

Danach

Aufbewahren und aufwärmen

Aufbewahren

Komponenten getrennt in geschlossenen Behältern im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen. Reis schnell abkühlen lassen und gekühlt aufbewahren. Nüsse trocken bei Raumtemperatur lagern.

Aufwärmen

Die Sauce mit der Einlage bei kleiner Hitze unter Rühren erwärmen, nicht kochen, und bei Bedarf mit etwas Wasser verdünnen. Den Reis mit einem Schluck Wasser abgedeckt dämpfen, bis er durchgehend dampfend heiß ist. Brot und Nüsse frisch dazugeben.

veganizo.de/rezept/rec_zf49zg5n – entwickelt und geprüft von veganizo.

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