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Binden und Backen

Leinsamen-Ei

Ein Leinsamen-Ei aus geschroteten Leinsamen und Wasser bindet Teige und Bratlinge, lockert sie aber nicht auf.

Ein Leinsamen-Ei ist eine gequollene Mischung aus geschroteten Leinsamen und Wasser. Es dient beim Backen und Kochen als pflanzliches Bindemittel und kann in passenden Rezepten ein Ei ersetzen.

Leinsamen sind die Samen der Flachspflanze. Ihre Schleimstoffe bilden mit Wasser eine gelartige Masse; durch das Schroten werden sie leichter zugänglich. Für ein Leinsamen-Ei etwa 1 Esslöffel geschrotete Leinsamen mit 3 Esslöffeln Wasser verrühren und 10 bis 15 Minuten quellen lassen, bis die Mischung deutlich angedickt ist.

Die gequollene Masse eignet sich für Kekse, saftige Muffins, kräftige Rührkuchen und pflanzliche Bratlinge. Als Ausgangspunkt entspricht diese Menge ungefähr einem Ei, sofern dessen Aufgabe vor allem das Binden ist. Die Mischung vor dem Einarbeiten nochmals umrühren; dunkle Leinsamen bleiben als kleine Sprenkel sichtbar und bringen einen leicht nussigen Geschmack mit.

Ein Leinsamen-Ei sorgt nicht für Luftigkeit und lässt sich nicht aufschlagen. Für Biskuit, Baiser oder Rezepte, deren Struktur auf mehreren aufgeschlagenen Eiern beruht, ist es deshalb kein geeigneter direkter Ersatz. Zu viel davon kann Gebäck dicht oder feucht-klebrig machen; ganze statt geschrotete Samen binden bei gleicher Quellzeit deutlich schlechter.

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